Sichtschutzzaun höhe erlaubt niederkrüchten
Lokale vorschriften und genehmigungen
für eine fundierte auskunft bezüglich der zulässigen höhe ihres sichtschutzzauns und eventuell notwendiger baugenehmigungen in niederkrüchten ist es unerlässlich, die örtliche bauordnung der gemeinde niederkrüchten sowie den flächennutzungsplan zu konsultieren. Spezifische regelungen, die über die landesbauordnung NRW hinausgehen, können hier hinterlegt sein. Suchen sie auf der offiziellen website der gemeinde niederkrüchten nach dokumenten wie "satzung über das errichten und unterhalten von einfriedungen" oder "hinweise zum genehmigungsfreien bauen". Ohne diese prüfung riskieren sie kostspielige rückbauten.
Technische anforderungen (bauo NRW, din-normen)
die landesbauordnung nordrhein-westfalen (bauo NRW) regelt in § 55 die errichtung und aufstellung von anlagen, die visuell beeinträchtigen können, wie z.B. Sichtschutzzäune. Für die standsicherheit und die ausführung von erdarbeiten und fundamenten sind primär folgende normen relevant:
- din 18300: erdarbeiten (teil der vob/c) legt die allgemeinen technischen vertragsbedingungen für bauleistungen fest. Sie definiert beispielsweise die bodenklassen und die anforderungen an aushub und verfüllung.
- din en 1997-1 (eurocode 7: entwurf, berechnung und bemessung von gründungungen) ist maßgeblich für die bemessung von fundamenten, um die standsicherheit gegenüber lasten wie winddruck oder eigengewicht zu gewährleisten.
besonders relevant ist hier die mindesttiefe von fundamenten, die abhängig von der bodenart und der zu erwartenden frosttiefe zu wählen ist. In NRW liegt die übliche frosttiefe bei etwa 80 cm, dies ist jedoch ein richtwert und sollte im kontext des eurocodes 7 und des spezifischen baugrunds betrachtet werden.
Häufige fehler bei der errichtung von sichtschutzzäunen
basierend auf dokumentierten fällen aus der baustatikpraxis sind folgende fehler häufig:
- fehlende drainage bei hohem grundwasser: wenn der grundwasserspiegel nahe der fundamentoberkante liegt, kann es durch wassersättigung zu einem verlust der tragfähigkeit des bodens kommen. Eine umlaufende drainage ist dann unerlässlich.
- unzureichende fundamenttiefe: insbesondere bei lehmboden können fundamente, die nicht tief genug in frostfreie schichten reichen, durch frostsprengung oder taueffekte instabil werden. Ein bauherr in unbekannt erhielt beispielsweise eine ablehnung wegen fehlender plinten, die erforderlich gewesen wären, um die last des zaunes auf dem weichen untergrund zu verteilen. Prüfen sie stets die örtlichen gegebenheiten und lassen sie ggf. Ein bodengutachten erstellen.
- fehlende berücksichtigung von windlasten: große, freistehende sichtschutzelemente sind dem wind ausgesetzt. Die pfosten und fundamente müssen so bemessen sein, dass sie diesen kräften standhalten.
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